Himalayan verwendet Hanf und Allo in ihren Rucksäcken. Die Fasern dieser Pflanzen sind bekannt für ihre Stärke, Langlebigkeit und ihren geringen ökologischen Fußabdruck und werden in Nepal bereits seit Jahrhunderten genutzt. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Herkunft von Hanf und Allo (Nesseln) aus Nepal.
Hanf ist eine außergewöhnlich nachhaltige, starke und umweltfreundliche Superfaser.
Hanf
Wilder Hanf wächst im westlichen, hügeligen Teil Nepals. Er stammt von Pflanzen der Art Cannabis Sativa und gilt als eine außergewöhnlich nachhaltige, starke und umweltfreundliche Superfaser. Die Hanfpflanze liefert eine sehr hohe Ernte und produziert deutlich mehr Fasern pro Hektar als Baumwolle oder Flachs. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Seilen, Textilien, Öl und Samen bis hin zu industriellen Materialien. Auch für Kleidung oder Taschen eignet sich Hanf hervorragend – unsere Produkte sind ein gutes Beispiel dafür. Heute existiert in Nepal eine kleine Hanf-Industrie, doch die Vorteile von Hanf als Textil werden immer deutlicher und der Markt wächst stetig.
Vorteile & Eigenschaften von Hanf
- Hanf benötigt keine Pestizide, verdrängt Unkraut ohne Herbizide, verhindert Bodenerosion und produziert Sauerstoff
- Hanf ist erneuerbar und kann in weniger als 100 Tagen angebaut werden
- Die Zugfestigkeit von Hanf ist achtmal höher als die von Baumwolle
- Hanf ist hypoallergen und reizt die Haut nicht
- Hanf ist atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit auf und eignet sich hervorragend für warmes Wetter
- Hanf wird mit den Jahren und durch Waschen weicher, wodurch der Rucksack lange schön bleibt
Allo (Nesseln)
Allo ist eine Brennnesselart und wird in Nepal häufig für Kleidung und Haushaltsprodukte verwendet. Besonders in den mittleren und hügeligen Regionen Nepals ist die Allo-Pflanze sehr bekannt. Die aus der Allo-Pflanze gewonnene Faser ist die stärkste aller natürlichen Fasern aus dem Himalaya. Deshalb sind Kleidungsstücke und andere Produkte aus Allo extrem langlebig und werden seit Jahrhunderten von Gemeinschaften wie den Magars, Gurungs, Rais und Limbus genutzt.
Die Verarbeitung von Allo schafft Arbeit und Einkommen für viele Nepalesen.
Die indigenen Gemeinschaften, die oft in abgelegenen Bergdörfern leben, verwenden Allo für zahlreiche praktische und religiöse Zwecke. Sie nutzen es unter anderem zur Herstellung von langlebigen Jacken, Tragebändern für Lastenträger, Fischernetzen, Seilen, Säcken, Taschen und Decken – und sogar als Quelle für Vitamin C. Auch heute noch ist das 115 Jahre alte lokale Charkha (Spinnrad) in Gebrauch und verschafft vielen Menschen Arbeit.

Die Allo-Pflanze ist eine mehrjährige Wildpflanze, die zwischen 1200 und 3000 Metern über dem Meeresspiegel wächst. Allo wird meist zwischen August und Dezember geerntet. In dieser Zeit liefert die Pflanze Fasern von besonders hoher Qualität. Die unangenehmen Stacheln der Pflanze schrecken viele Menschen vom Ernten ab, da sie oft nur ein dickes Tuch verwenden, um ihre Hände zu schützen. Deshalb wird Allo bevorzugt im Winter geerntet, wenn die Brennwirkung der Pflanze nachlässt. Nach dem Schneiden wird die Rinde entfernt und geschält. Die Rinde des Allo-Stängels enthält Fasern von einzigartiger Stärke, Glätte und Leichtigkeit. Sieh dir hier ein Video über die traditionelle Allo-Ernte an.
Vorteile & Eigenschaften von Allo
- Allo besitzt die längsten bisher bekannten Naturfasern
- Die Verarbeitung von Allo schafft Arbeit und Einkommen für viele Nepalesen
- Allo wächst im Wald unter kleinen Bäumen im Humusboden und ist ein nachhaltiges Material
- Für den Anbau von Allo werden keinerlei chemische Düngemittel verwendet
- Allo enthält antiallergische Eigenschaften und reizt die Haut nicht

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