Video MEDEP: Die Herstellung von Allo (Himalaya-Brennnesseln)

Share

Brennnessel (Allo) wird in vielen unserer Rucksäcke verwendet. Bevor Allo in unseren Produkten zum Einsatz kommt, wird es in kleinen Dörfern in den Bergen Nepals von Hand verarbeitet. Die Allo-Herstellung ist eine traditionsreiche, einheimische Kunstform, die von der Bevölkerung seit Jahrhunderten gepflegt wird. Die Rinde des Allo-Baumes wird für eine Vielzahl von Webwaren verwendet, darunter Kleidung, Taschen, Säcke, Tischdecken, Decken usw. Die Allo-Verarbeitung bietet heute vielen Nepalesen, darunter auch den Herstellern unserer Rucksäcke, Arbeit. Allo ist ein gutes Beispiel für traditionelle nepalesische Handwerkskunst im modernen Markt für umweltfreundliche Textilien.

Verarbeitung von Allo (Brennnessel)

Allo wird aus der Allo-Susni-Pflanze gewonnen. Da diese Pflanze jedoch zwischen 900 und 2500 Metern über dem Meeresspiegel wächst, sind die meisten Gebiete für die Ernte schwer zugänglich. Es dauert mehrere Tage, zu Fuß in den Wald zu wandern, die Allo zu ernten und mit einer Ladung Allo-Rinde zurückzukehren. Die Baumstämme werden nach der Ernte mehrere Tage lang getrocknet, bevor die Rinde geschält wird. Durch das Schälen wird die äußere Rinde entfernt, die innere Rinde bleibt für die Weiterverarbeitung intakt.

Das Spinnen erfolgt entweder mit einer hölzernen Handspindel, genannt Katuwa, oder mit einem Spinnrad, genannt Charkha.

Im nächsten Schritt wird die innere Rinde in einem mit Holzasche gefüllten Gefäß gekocht, um die Fasern aufzuhellen und weicher zu machen. Dies dauert etwa zwei bis drei Stunden. Anschließend wird die Rinde wiederholt mit einem Holzhammer in Wasser geklopft, um die Fasern zu lockern. Dies geschieht üblicherweise in einem Bach oder Fluss. Die Bündel sauberer Fasern werden nun zum Trocknen in die Sonne gelegt. Danach werden sie erneut in Wasser eingeweicht und mit gemahlenem Mais (am häufigsten in Westnepal) oder Kamero (einer lokal vorkommenden, glimmerhaltigen weißen Tonerde) vermischt, um einen schönen weißen Glanz zu erzielen. Schließlich werden die Fasern mit einfachen Haushaltsgegenständen wie Zangen extrahiert und, sobald sie weich sind, zu Garn versponnen.

Vorwiegend Frauen sind an allen Phasen der Allo-Sammlung und -Verarbeitung beteiligt. Das Spinnen erfolgt entweder mit einer hölzernen Handspindel namens Katuwa oder mit einem Spinnrad namens „Charkha“. Es gibt zwei Varianten des Charkha: das handbetriebene „Haate“ und das fußbetriebene „Khutte“. Das Spinnen der Fasern von Hand ist ein eintöniger und zeitaufwändiger Prozess. Glücklicherweise werden in Gebieten mit Stromanschluss immer mehr elektrische Maschinen eingesetzt. Dies kann die Produktivität von Kleinstunternehmen deutlich steigern.

Comments

There are no comments yet.

Leave a comment